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Der Bauch liebt Wärme

von Anando Würzburger

Der Bauch ist unser Powerhaus, hier wird nicht nur Nahrung aufgenommen, sondern auch vieles, das uns glücklich macht, hergestellt, wie zum Beispiel Serotonin. Der Darm arbeitet auch eng mit dem Immunsystems zusammen.

Um optimal zu funktionieren, braucht der Bauch gute Körperwärme, er sollte ein Grad mehr Wärme als der Rest des Körpers besitzen. Ein einfaches Hausmittel den Bauch zu wärmen in Fernost, ob in China oder Taiwan, ist es, einen breiten Stoffgürtel um die Hüften zu tragen. In Japan gibt es ein spezielles Kleidungsstück hierfür, den Koshi-Wärmer. Koshi bezeichnet die gesamte Region der Hüften, des Kreuzbeins und des unteren Bauchs.

Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße des Körpers zusammen, um Wärmeverlust vorzubeugen. Sind sie jedoch zusammengezogen, ist der Austausch und die Kommunikation der Zellen miteinander auf Sparflamme und sie können nicht optimal arbeiten. Ein Koshi-Wärmer kann Bauchschmerzen und Blähungen vorbeugen.

Im TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, wird das Eintreten von Wind und Kälte in den Körper als jeweils eine mögliche Ursache von Krankheit angesehen. Dr. Hai-Sha NI, ein sehr erfolgreicher TCM Arzt aus Taiwan, der in Kalifornien praktiziert, ist der Meinung, dass Kälte, die im Körper verblieben ist, eine der Hauptursachen von Krebserkrankungen ist. Ich möchte hier kein Drohszenario errichten und als fanatischer Wärmeapostel erscheinen; nur ein kleines Beispiel für die Reaktion des Körpers auf Kälte: Wenn man abends mit kalten Füßen ins Bett geht, ist es erst möglich einzuschlafen, wenn die Füße wieder warm sind. Der Körper signalisiert uns, bitte kümmere dich erst mal um die Kälte. Für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sind warme Füße ein Schlüssel.

Eine Möglichkeit den Wärmehaushalt des Körpers zu unterstützen ist ein Nierenwärmer, er schützt die Region der Nieren und des unteren Rückens gegen Kälte. Besser jedoch ist es, das Becken, die gesamte Region des Kreuzbeins und den unteren Bauch zu wärmen. Der Koshi-Wärmer ist optimal, zum einen möchten wir den Bauch auf seiner idealen Temperatur halten, 1 Grad über der Gesamttemperatur des Körpers, und andererseits das Kreuzbein wärmen. Es besteht aus verschiedenen Knochen, die durch Knorpel miteinander verbunden sind, darunter laufen Nervenstränge, die das kleine Becken und die darin liegenden Organe versorgen. Unter anderem die Blase und die Fortpflanzungsorgane bei Mann und Frau werden hier enerviert. Akupressurpunkte zu diesen Organen befinden sich auf dem Kreuzbein. Die Beweglichkeit und Flexibilität des Kreuzbeins ist für die optimale Versorgung der Organe bedeutend. Auch hierfür ist Wärme unterstützend. Ist das Koshi gewärmt, ist es viel leichter, eine angenehme Gesamtwärme im Körper zu halten und entspannt zu arbeiten.

Sind wir angespannt wegen einer leicht zu kühlen Körpertemperatur, dann ist diese Sinneswahrnehmung für unser Gehirn dieselbe Empfindung wie bei einem leichten Stresszustand. Die nächste Deutung unseres Verstandes ist vielleicht ein sorgenvoller Gedanke über das Projekt, dass wir gerade bearbeiten. So ist es leicht möglich, sich in eine Stressspirale hinein zu arbeiten. Lasse es dich bewusst wahrnehmen. Letztendlich ist es wie die Geschichte der Henne und dem Ei. Was war zuerst da? Die Kälte oder der Stress? Mein Tipp: entweder einen etwas größeren Nierenwärmer bis hinunter über das Kreuzbein und den unteren Bauch ziehen oder die ganz schicke farbige Variante kaufen, die ich auf dem Kölner Weihnachtsmarkt entdeckt habe. Ein gefilzter verlängerter Hüftwärmer, sieht eigentlich aus wie ein kurzes Röckchen. Mit meiner wärmsten Empfehlung im Internet zu bestellen unter www.Filzwahn.net


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